Altstadt

Besucht man Dresden darf man zwei Dinge unbedingt, aber auch auf garkeinen Fall auslassen

nämlich den Zwinger und die Semperoper.

 

Unter der Regentschaft des Kurfürsten Friedrich August I.(auch "August der Starke" genannt)entstand der Zwinger ab 1709 als Orangerie und Garten sowie als repräsentatives Festareal.

 

 

August der Starke beauftrage seiner Zeit den Landesbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann und der Bildhauer Balthasar Permoser mit seinem anspruchsvollen und prunkvollen Bauvorhaben.

 

 

Pöppelmann ließ sich darauf hinauf einer Frankreich Reise von der Schloss- und Parkanlage Versailles inspirieren.

  

Mit seinen Pavillons, zahlreichen Wasserspielen, reich verzierten und prunkvollen Plastiken und Statuen gehört der Zwinger heute wie damals zu denbedeutendsten Bauwerken des Barock.


In den Jahren 1838 bis1841 errichtete Gottfried Semper unweit vom Standort der heutigen Semperoper die erste Oper für Dresden. Im Jahre 1869 wurde jedoch das ursprüngliche Gebäude vollständig bei einem Brand zerstört, worauf hin nur kurze Zeit später ein provisorisches Theater errichtet wurde.

 

Da die Dresdner nach einer standesgemäßen Oper verlangten, Semper jedoch im Jahre 1849 fliehen musste (er war an den Maiaufständen beteiligt) und Jahre lang den sächsischen Boden nicht betreten durfte konnte er sich nur aus der Ferne an dem Neubau der Oper beteiligen.

 

Auf Bitten der Dresdener Bevölkerung übernahm der Sohn Sempers (Manfred Semper) in den Jahren 1871 bis 1878 unter der Leitung seines Vaters den Bau des zweiten Gebäudes am Theaterplatz. Aufsehen erregend für die damalige Zeit war die Installation einer digitalen Uhr im Theaterbau.

 

Im zweiten Weltkrieg erlitt die Semperoper schere Schäden durch den Luftangriff in der Nacht des 13. Februar 1945, einzig die Wandelgänge sind vom Feuer verschont geblieben.

 

Nach der Grundsteinlegung zum Wiederaufbau im Jahre 1977, wurde die Oper 1985 zum 40. Jahrestag der kriegsbedingten Zerstörung Wiedereröffnet werden. Die Gestaltung des Theaterplatzes wird durch das bronzene Reiterstandbild des sächsischen Königs Johann geprägt.

Reiterstandbild des sächsischen Königs Johann
Reiterstandbild des sächsischen Königs Johann

Überquert man den Theaterplatz erreicht man das

 

Residenzschloss

und die

Hofkirche.

Hofkirche & Residenzschloss
Hofkirche & Residenzschloss

Im 12. Jahrhundert wurden an der Schlossstraße einfache Wohnhäuser errichtet, welche jedoch bereits 1220 einem Großbrand zum Opfer fielen. Im Jahre 1289 wurde erstmalig urkundlich erwähnt, dass an der Stelle die Burganlage Castrum entstand.

 

1400 begann der Ausbau der Burg zu einer fürstlichen Residenz. Nach vielen Neu- und Umbauten zerstörte 1701 erneut ein Brand Großteile der Gebäude.

 

Heute ist das Schloss Heimat von fünf Museen: Historisches und NeuesGrünes Gewölbe, Münzkabinett, Kupferstichkabinett und Rüstkammer mitTürckischer Cammer. Außerdem sind hier die Kunstbibliothek sowie die Generaldirektion der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden untergebracht.

Blick vom Tunnel Georgenbau in den Stallhof
Blick vom Tunnel Georgenbau in den Stallhof

Zum Residenzschloss gehören ebenfalls

der Fürstenzug,

der Stallhof und

der Georgenbau.

 

Aufgetragen auf rund 23.000 Fliesen aus Meißner Porzellan, zeigt das 102 Meter lange, somit auch das größte Porzellanbild der Welt, die Ahnengalerie in Sachsen zwischen den Jahren 1127 und 1904.

 

 

 

Der Fürstenzeug befindet sich an der Rückwand des Stallhofes welcher im 17. Jahrhundert als Schauplatz für große Reitturniere diente.


Das Residenzschloss grenzt direkt an die Katholische Hofkirche in Dresden. Erbaut wurde die Kirche unter Friedrich August II. von Sachsen von 1739 bis 1755.

 

 

Sie entstand nahezu gleichzeitig mit der Frauenkirche. Auch die Hofkirche wurde während der Luftangriffe im Februar 1945 mehrfach getroffen. Aufgrund des glücklichen Umstandes, dass die im Jahre 1750 erbaute Orgel von Gottfried Silbermann im Jahre 1944 in den Kreuzgang der Kircheausgelagert wurde, wurde diese nicht zerstört und blieb erhalten. 1965 endete der Wiederaufbau der Kirche, der aufmerksame Betrachter kann noch heute an der unterschiedlichen Steinfärbung des Kirchenschiffes die Spuren der Zerstörung erkennen. An der Fassade und auf den Balustraden befinden sich 78 Heiligenstatuen, die vom italienischen Bildhauer Lorenzo Mattielli und von den Dresdner Bildhauern Paul und Jakob Mayer gestaltet wurden.

 


Ziegeltor
Ziegeltor

Im Jahr 1299 fand die Militärische Stadtmauer Dresdens erstmals urkundlich Erwähnung.

 

Dresden erhielt damals unter der Anleitung von Caspar Voigt von Wierandt und Melchior Trostals als eine der ersten deutschen Städte eine Festung im Bastionärsystem. Um 1550 wurde im Zuge dieser Bauarbeiten das bis heute im Museum erhaltene Ziegeltor errichtet, um 1553 dann die Kleine Bastion, die bis heute als kleiner Vorsprung der Außenmauer der Brühlschen Terrasse sichtbar ist. Bei den Luftangriffen auf Dresden 1945 wurden Teile der Festung als Luftschutzraum genutzt, bis in die1960er Jahre auch als städtischer Kühlraum.


Im 16. Jahrhundert wurde die Brühlsche Terrasse mit einer Länge von etwas 500 Metern an der Elbe zwischen der Augustusbrücke und der Carolabrücke errichtet. Namensgeber war Heinrich von Brühl, welcher auf der Festungsanlage die sogenannte Brühlsche Heiterkeit (Palais,Gartenanlage...) errichten ließ, durch diese Art von Bebauung verlor die Terrasse ihre militärische Bedeutung. Heute werden die Terrassen auch Balkon Europas genannt. Bestandteile sind Beispielsweise das Albertinum, die Hochschule für Bildende Künste und die Kunsthalle im Lipsius-Bau.

Engel auf der Kunstakademie
Engel auf der Kunstakademie
Engel auf der Kunstakademie
Engel auf der Kunstakademie

Brühlsche Terrasse (v.l.n.r. Kunstakademie, Hofkriche, Semperoper)
Brühlsche Terrasse (v.l.n.r. Kunstakademie, Hofkriche, Semperoper)

Sie prägt das Bild des Dresdener Neumarktes.

Ihr ursprünglicher Name "Kirche unserer Liebenden Frauen" bezieht sich auf die Heilige Maria. Im Jahre 1726 bis 1743 von George Bähr errichtet wurde die Frauenkirche beim Luftangriff in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 schwerbeschädigt.

Wie zum trotz bliebt sie vorerst stehen und brach vollkommen ausgebrannt am Morgen des 15. Februar zusammen. Zu Zeiten der DDR blieb sie eine Ruine die als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung diente. Nach der Wende begann 1994 der 2005 abgeschlossene Wiederaufbau. Zum Wiederaufbau wurden ebenfalls die alten verkohlten Steine der Kirche verwendet, dies zeigt sich dem Betrachter durch die unterschiedliche Färbung an der Außenfassade. Das ursprüngliche Kuppelkreuz wurde bei den Aufräumarbeiten zum Wiederaufbau der Kirche unerwartet in den Trümmern gefunden und kann bis heute im Kirchenschiff besichtigt werden. Das neue Kuppelkreuz schuf im Jahre 2000 der Sohn eines britischen Piloten. Als Zeichen der Versöhnung zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland krönt es nun die Frauenkirche.

 


Den Dresdener Altmarkt

ziert die

Kreuzkirche.


Als Wirkungsstätte des Dresdner Kreuzchores und der Kreuzorganisten ist sie zugleich das kirchenmusikalische Zentrum der Stadt.

Denkmal für Kreuzkantor Ernst Julius Otto
Denkmal für Kreuzkantor Ernst Julius Otto
Treppen zum Kirchturm
Treppen zum Kirchturm

Auch diese Kirche wurde schwer getroffen beim Luftangriff auf Dresden im Februar 1945. Provisorisch wurde bei der Restaurierung im Innenraum des Kirchenschiffs Rauputz aufgebracht, sowie eine bewusst schlichte, moderne Ausstattung angewandt.

Der Turmder Kreuzkirche, welcher den Bombenangriff überstanden hat, lässt sich ersteigen. Mann muss nur die 54 m Höhe in dem engen Treppenhaus hinter sich lassen. Nach der Hälfte des Aufstiegs kann man einen Blick in die Glockenstube werfen, diese Glockenhängen bereits 112 Jahre ununterbrochen dort, ein wirkliches Stück Geschichte.

 

 

Endlich oben angekommen wird man hoch

über den Dächern Dresdens mit einem

atemberaubenden Rundblick belohnt.

Blick über Dresden vom Kirchturm der Kreuzkirche
Blick über Dresden vom Kirchturm der Kreuzkirche

Wenn man schon mal in der Dresdener Altstadt unterwegs ist, lohnt es sich auch einen Abstecher in die Dresdener Neustadt zu machen.

Sie ist nur einen Katzensprung entfernt und wirklich sehenswert.

Überquert man die Augustusbrücke, bekommt man erstens einen wunderschönen Blick auf die Altstadt Dresdens und...

Blick auf die Altstadt von der Augustusbrücke (v.n.l.r. Kunstakademie, Frauenkirche)
Blick auf die Altstadt von der Augustusbrücke (v.n.l.r. Kunstakademie, Frauenkirche)

Innere Neustadt

...zweitens wird man auf der anderen Seite der Brücke vom Reiter Denkmal August des Starken begrüßt.

 

Dies wurde1732 bis 1734 in Kupfer getrieben und war ursprünglich feuervergoldet. Bei der Restaurierung im Jahre 1956 benutzte man Blattgold.

 

 

 

 

Direkt gegenüber befindet sich das japanische Palais.


Im Jahre 1715 wurde am Standort des heutigen Palais ein Landhaus für Jakob Heinrich Graf von Flemming errichtet. Seither ist das Palais im ständigen Wandel und fand immer andere Verwendungszwecke in seiner Geschichte. Heute befindet sich dort das Museum für Völkerkunde. Aus dem Garten des Palais hat man einen wundervollen Blick auf die Dresdener Altstadt.

Garten japanisches Palais
Garten japanisches Palais
Japanisches Palais
Japanisches Palais

Von hier aus entdeckt man auch eine der architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die ehemalige Zigarettenfabrik Yenidze, sie wurde 1908 im Stil einer Moschee errichtet und mitihrer Mosaikglaskuppel ist sie besonders schön in der Abendsonne zu bewundern.

Blick auf des Yenidze aus dem Garten des japanischen Palais
Blick auf des Yenidze aus dem Garten des japanischen Palais

Vom Garten des japanischen Palais,

geht es weiter in die

Dresdener Neustadt...

 

In der Dresdener Inneren Neustadt befindet sich auch die Dreikönigskirche.

 

Erbaut im 15. Jahrhundert, wurde auch diese Kirche in der Bombennachtzerstört, jedoch wurde sie erst im Jahr 1980 wieder errichtet. Der Altar der Kirche hat den Krieg mehr oder minder gut überstanden und kann bis heute besichtigt werden, ein beeindruckendes Mahnmal.


Auf dem Albertplatz sind die Brunnen

„Stille Wasser und Stürmische Wogen“

zu bewundern.

 

Dies sind die Zwillingsbrunnen welche in den Jahren 1883 bis 1894 von Robert Diez geschaffen wurden. Bei der Bombardierung Dresdens wurde der Brunnen Stille Wasser nicht beschädigt; Stürmische Wogen war„in wesentlichen Teilen erhalten“. Dennoch ließ man die Brunnenplastik Stürmische Wogen abbauen und ihre Einzelteile an verschiedenen Orten der Stadt einlagern. Im Zuge dessen kam es zu größeren Schäden an den einzelnen Teilen.

 

An der Stelle der Stürmischen Wogen wurde am 25. November 1945 in der Brunnenschale ein sowjetisches Ehrenmal eingeweiht. Am 31. August 1994 wurde Stürmischen Wogen wieder in Betrieb genommen.

Unweit entfernt von den Brunnen kann man ein wirkliches Relikt aus DDR Zeiten entdecken,

das Hochhaus der Verkehrsbetriebe Dresden.


Unbedingt sehenswert ist das DDR-Museum in Radebeul, etwas außerhalb von Dresden.

Besucher welche aus der DDR kommen, fühlen sich regelrecht in der Zeit zurückversetzt. Besucher welche die DDR nicht kennengelernt haben, bekommen eine Ahnung davon wie das Leben in der ehemaligen DDR war.

 

Neben Gegenständen des Alltags, Autos, Kleidung und Spielzeug, wird auch die Entwicklung und das Ende der ehemaligen DDR gezeigt.

 

Wirklich einen Besuch wert.

Fazit:

Wer Dresden noch nicht besucht hat,

sollte es unbedingt auf die

Lebens-to-do-Liste

schreiben.

 

Auch sehenswert:

Polizeipräsidium

Gläserne Manufaktur Volkswagen

Palais im Großen Garten